Zinnteich

Von dieser Tafel in Richtung Niederbobritzsch befindet sich in ca. 300 m Entfernung der Zinnteich, der sich bereits auf Niederbobritzscher Flur befindet. Der Zinnteich ist auch bekannt unter dem Namen Schöpsenteich.

Auf dem Feld vor dem Wald ist ein Haldenzug erkennbar. Welche Grube hier baute, ist unbekannt. Möglicherweise reichte das Grubenfeld des Bergwerkes Drei Könige bis hierher. Auf dem Weg zum Zinnteich begleiten uns im Wald Halden und Pingen. Sie rühren von dem auf dem Constantin Spat betriebenen Bergbau hin. Der Zinnteich ist künstlich angelegt. Durch ihn wurde das Wasser des Schieferbaches angestaut, dessen Quellgebiet oberhalb des heute fast vollständig verlandeten Gewässers liegt.

Sein alter Name deutet auf den ehemals betriebenen Zinnbergbau hin. Unterhalb des Teiches hat um 1652 ein Pochwerk (Anlage zum Zerkleinern von Erzen) mit einer Erzwäsche gestanden. Die Erzwäsche diente der Säuberung und Aufbereitung als Vorstufe zum Verhütten des gewonnenen Erzgesteins. Das ehemalige Vorhandensein dieser Erzaufbereitungsstätte beweist, dass der Schieferbach früher bedeutend mehr Wasser führte, zumal außerdem weiter unten ein Kunstgraben abgeleitet werden konnte. Der Zinnteich dürfte für Zeiten der Trockenheit als Wasserspeicher angelegt worden sein.

„Textauszug aus der Weißenborner Chronik von 1963 ; Ergänzungen von L. Richter“
Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 19. Oktober 2016 - 18:22:12