eroeffnung

Am 13.11.2016 trafen sich um 15.00 Uhr viele Kunstinteressierte im Bürgerhaus Berthelsdorf. Die Ausstellung Kaffee-Malerei war für einige Besucher Neuland und in einem kleinen Interview mit dem Hobbymaler Wolfgang Storch aus Frauenstein haben wir mehr über die Herangehensweise seiner Maltechnik erfahren.

Die Grundidee, Kaffee auch als Malmittel zu verwenden, wurde schon recht früh in Frankreich entwickelt. Anfang des 18. Jahrhunderts existierten in Paris schon hunderte von Kaffeehäusern und mit deren Kaffeeabfällen experimentierten notgedrungen arme französische Künstler. Der Kaffeesatz wurde gesammelt und nach dem Trocknen weiter, viel feiner in Kugelmühlen zu Pigment gemahlen, aber auch Kaffeesudreste fanden direkt Eingang in die Aquarellmalerei.
Diese einzigartige, frühe Recyclingidee und die Technik der Kaffeeaquarellmalerei verschwanden leider nach nur 40 Jahren und wirklich berühmt wurde niemand damit, obwohl in Frankreich immer noch einige dieser Exponate hängen. Diese damalige Art zu malen, wurde im 21. Jahrhundert wieder belebt und in Deutschland, Österreich und den USA erneut salonfähig gemacht.